Ausstellungsreihe Interim:






Timo Seber

Dear Tonya


30. Mai - 20. Juni 2009













Timo Seber, »Dear Tonya«, 2009, Holz, Papier, Inkjet-Print, 202 x 193 x 50 cm
















Ergänzend zum laufenden Ausstellungsprogramm zeigt Jagla Ausstellungsraum in der Reihe »Interim«

jeweils aktuelle Positionen zeitgenössischer Kunst anhand einer einzelnen Arbeit.

 

Die Arbeiten von Timo Seber (geb. 1984) sind geprägt von kunstgeschichtlichen Konventionen,

Modellen künstlerischen Arbeitens und deren formaler Repräsentation. Im Zitieren und vermeintlichen Aneignen

einer spezifischen künstlerischen Arbeitsweise hinterfragt Seber Potential und Suggestion dieser Strategie und

verwebt sie mit seiner persönlichen Narration. »Dear Tonya«, im Jagla Ausstellungsraum, ist die zweite Arbeit,

die Timo Seber der Eiskunstläuferin Tonya Harding widmet.

 

Tonya Harding, seit 1994 für den Eiskunstlauf auf Lebenszeit gesperrt, stellt eine frühe, massenmedien-induzierte

Kindheitserinnerung für Timo Seber dar. In ihrer Person genauso widersprüchlich wie tragisch, fungiert sie als Symbol

des amerikanischen Traums und dessen immanenten Scheiterns, das Timo Seber zudem mit dem eigenen,

künstlerischen Scheitern konnotiert.


Timo Seber studiert seit 2006 an der Kunsthochschule für Medien, Köln. Seine jüngsten Arbeiten waren unter anderem

in der diesjährigen Auswahl »Art Campus« auf der Art Cologne zu sehen, eine weitere, installative Arbeit

im selben Monat im Schaufenster des Kölner Auktionshauses Lempertz.













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